"Wenn der moderne Könner immer weniger immer besser kann, er aber in einer komplexer werdenden Welt zunehmend inkompetenter wird, dann kommt der Designer ins Spiel. Dieser gibt ihm jenes Zeug zur Hand, das es ihm erlaubt, in der andauernden Kompetenzsteigerungsspirale eine gute Figur zu bewahren. So bezeichnet Peter Sloterdijk Designerzeugnisse auch als Souveränitätszubehör und übersetzt den Designbegriff im Sinne Heideggers mit „Das Zeug zur Macht“. Im Umgang mit solchem Zeug erwerben die Modernen eine Tugend, die traditionell „Gelassenheit“ heißt. Sloterdijk nennt sie: Passivitätskompetenz."
(Aus dem Programm der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe)